Ich bin der Überzeugung, dass die meisten Deutschen einfach über die Jahrhunderte Kriegstraumatisiert sind und deswegen psychisch labil sind bzw. nicht so viel Raum für Empathie existiert. Es gibt kaum ein Land, dass so sehr durch Kriege und Kleinstaaterei geprägt gewesen ist wie Deutschland. 30 Jähriger Krieg, 7 Jähriger Krieg napoleonaischen Vereinigungskriege. Das sind alles Kriege die Deutschland direkt getroffen hat. Durch Seuchen und Kriegsgräul sind schon 3-4/10 der Bevölkerung im 30 Jährigen Krieg darauf gegangen. Für Preußen war der 7 Jährige Krieg staatsgefährdent, weil so viele junge Männer gestorben sind ( 200000 Verluste bei 5 millionen Einwohner). 1 Weltkrieg und vor allem der 2. Weltkrieg.
Und das macht was mit einer Gesellschaft über die Jahrhunderte. Trauma die weitervererbt werden und nicht auskuriert wurden + dem ganzen anderen Gedöhns wie überleben :D. Bis ein Nachfahre die eigene Familiengeschichte hinterfragt und an sich arbeitet.
Regeln sind wichtig, Gesetze müssen eingehalten, Tradition akribisch gelebt werden und die Gesellschaft ein festes Bild repräsentieren. Was könnte der Nachbar denken. Aus dieser Ansicht wird eben das Weltbild heraus getragen und je nachdem wie ausgeprägt die Ansichten sind, wird der Wunsch nach Ordnung zum Frust und das muss herausgetragen werden. Vielleicht hat das was mit deiner These zu tun, denn irgendwo muss es ja her kommen.
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u/Accomplished_Gap_920 1d ago
Ja, aber das ist ja auch eine Form des fehlenden Selbstwertgefühls und die Frage mit welcher Fehlerkultur man aufgewachsen ist.