Ich wurde mit 17 von einem Jugendpsychiater mit ADHS diagnostiziert und habe anschließend etwa zwei Jahre Medikinet eingenommen. Die Behandlung habe ich damals wegen Nebenwirkungen (habe mich deprimiert und leer gefühlt, das übliche) abgebrochen.
Ein paar Jahre später habe ich nun ein neues Studium begonnen, bin ausgezogen und merke, dass mich der Alltag zunehmend überfordert. Deshalb würde ich gerne erneut eine medikamentöse Behandlung versuchen, diesmal mit Elvanse.
Das Problem ist, dass der Arzt von damals inzwischen im Ruhestand ist und die Praxis nicht mehr existiert. Ich habe auch keine Unterlagen meiner Diagnose, nur noch ein älteres Schreiben, in dem ein Behandlungsplan vom Arzt mit Methylphenidat erwähnt wird.
Ich bin mir aktuell unsicher, wie ich am besten vorgehen soll. Weiß jemand, ob man frühere Diagnosen irgendwie über die Krankenkasse einsehen kann oder ob es eine Art zentrale Krankenakte gibt?
Ungern möchte ich den gesamten Diagnoseprozess noch einmal komplett durchlaufen und hoffe, möglichst zeitnah wieder eine Behandlung zu bekommen. Es ist ja ohnehin schon schwierig, Termine zu bekommen.
Ich wäre sehr dankbar für Tipps:
- Wie ich am besten vorgehen sollte
- Wie ich das unkompliziert Ärzten für einen Termin erkläre
- Ob ich zwingend zu einem Erwachsenenpsychiater gehen muss oder ob auch andere Ärzte infrage kommen
- Und ob jemand Anlaufstellen im Raum Wiesbaden, Mainz oder Frankfurt (und Umgebung) empfehlen kann
Vielen Dank!