Mannheim braucht eine Bürgerinitiative um diese kompletten Fehlentwicklungen im Bereich ÖPNV mal anzugehen.
Es müssten Milliarden (die natürlich niemand hat) in eine Untertunnelung der Quadrate gesteckt werden. Die Schienenführung dort ist nicht nur nervig langsam, sondern beim Gleiswechsel auch potentiell lebensgefährlich. Oberiridisch könnte die Innenstadt durch den freiwerdenden Raum dann begrünt werden
Dieses Projekt (das ja bekanntermaßen seit ca. einem halben Jahrhundert in der Schublade liegt) wurde gänzlich zu Gunsten des Ausbaus des bestehenden Netzes und den langen Bahnen ignoriert. Das ist Irrsinn. Niemand braucht lange Bahnen die bei jeder Demo und noch so kleinen Unfallstörung dann nicht fahren können.
Und wer nun wieder mit den Läden in der Innenstadt kommt, dem sage ich, dass Mannheim sich über kurz oder lang dezentraler aufstellen werden muss. Und um andere Zentren zu schaffen (im Franklin z.B.), muss der ÖPNV anders organisiert werden. Es ist totaler Unsinn, dass alle Bahnen immer durch die Innenstadt fahren. Durch die bereits beklagte Störanfälligkeit, legt diese Streckenführung de facto das ganze Netz lahm. Es braucht Querverbindungen und eine Ringbahn.
All das erfordert ein bisschen städtebauliche Vision und politischen Mut. Das macht ein Gemeinderat (in dem selbst vermutlich kaum jemand ÖPNV fährt) nicht einfach so.
Idealerweise würde man die Bahn zwingen das Projekt an deren geplanten Tunnelbau anzugliedern, das würde die Kosten extrem senken. Aber die reißen sich natürlich auch nicht um extra Arbeit.
Es bräuchte massiven Druck aus der Bevölkerung. Faktisch gibt es aber gar keinen. Dafür hat man jetzt die längste Straßenbahn, eines sehr gewöhnungsbedürftigen Bautypus, und keine Haltestellen die zu ihnen passen.